Ermäßigung des Rundfunkbeitrags

Wer kann eine Ermäßigung beantragen?

Personen mit dem Merkzeichen RF können eine Ermäßigung des Rundfunkbeitrags beantragen. Der Beitrag verringert sich dann um ein Drittel des vollen Betrags.

Die Beitragsermäßigung wird unabhängig davon gewährt, ob der Rundfunkteilnehmer die Rundfunkprogramme über eine Antenne, Satellitenschüssel oder über einen Breitbandkabelanschluss empfängt. Die Ermäßigung gilt  für die Beitragspflicht gegenüber den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, nicht aber für die Entgelte der privaten Rundfunksender.

Ab wann gilt die Ermäßigung?

Sie erhalten die Beitragsermäßigung ab dem im Feststellungsbescheid genannten Zeitpunkt, zu dem Ihnen das Merkzeichen RF zuerkannt worden ist, wenn Sie den Antrag binnen zwei Monaten einreichen, nachdem der Bescheid ausgestellt worden ist.

Wo erhalten ich das Antragsformular?

Entsprechende Antragsformulare erhalten Sie entweder beim Markt Wegscheid oder direkt online beim Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio.

Gibt es neben der Rundfunkermäßigung auch eine Befreiung?

Unter Umständen ist auch unabhängig des Merkzeichen RF eine Befreiung von der Rundfunkpflicht möglich. Weitere Informationen zur Rundfunkbeitragsbefreiung erhalten Sie hier.

 

Ermäßigung der Telefongebühren

Viele Telekommunikationsunternehmen gewähren schwerbehinderten Menschen (insbesondere solchen mit Merkzeichen RF) vergünstigte Tarife. Bitte erkundigen Sie sich hinsichtlich näherer Einzelheiten bei Ihrer Telefongesellschaft.

 

Blindensendungen

Blindensendungen werden von der Deutschen Post AG unentgeltlich befördert.

Als Blindensendungen gelten:

  • Schriftstücke in Blindenschrift (Braille-Schrift),
  • für Blinde bestimmte Tonaufzeichnungen oder sonstige Magnetträger, deren Absender oder Empfänger eine amtlich anerkannte Blindenanstalt ist oder in deren Auftrag der Versand erfolgt,
  • Papiere für die Aufnahme von Blindenschrift, wenn sie von einer anerkannten Blindenanstalt an Blinde versandt werden.

Die Umhüllung von Blindensendungen darf grundsätzlich nicht verschlossen sein. Zudem ist jede Sendung oberhalb der Anschrift mit dem Vermerk „Blindensendung“ zu kennzeichnen. Die Einlieferung erfolgt über den Briefkasten oder bei größeren Formaten über die Postfilialen. Diese Angaben gelten auch für den internationalen Versand von Blindensendungen. Die Kennzeichnung lautet hier „Blindensendung/Cécogramme“.

 

Zugänglichmachung von Dokumenten

Blinde und sehbehinderte Menschen haben in Verwaltungs- und Gerichtsverfahren einen Anspruch auf Zugänglichmachung von Bescheiden und Gerichtsurteilen in einer für sie wahrnehmbaren Form (in Großdruck oder Blindenschrift, auf Tonträger u. a.).

Wollen Sie dieses Recht wahrnehmen, dann klären Sie bitte mit der jeweiligen Behörden bzw. dem jeweiligen Gericht, welche Form der Zugänglichmachung in Ihrem Fall in Betracht kommt.

 

Verwendung von Gebärdensprache bei Behörden

Hör- oder sprachbehinderte Menschen haben das Recht, sich bei Behörden eines Gebärdendolmetschers oder einer anderen Kommunikationshilfe zu bedienen, wenn das zur Verständigung erforderlich ist. Die Kosten dafür trägt die Behörde. Bitte informieren Sie die Behörde dazu rechtzeitig.

Quelle: Zentrum Bayern Familie und Soziales

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