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…. Es ist ca. 15 Jahre her, dass sich Ulrike Kammbach in Italien verguckt hat und zwar in die italienische Art und Weise, eine Krippe zu erstellen. Es waren die kleinen Teilchen, die sich perfekt in das weihnachtliche Gesamtbild einfügen. So war die Künstlerin in ihr erweckt und sie machte sich an die Arbeit, um ihre eigene Krippe zu entwerfen, die sie nun jedes Jahr für die Wegscheider und Gäste in der Kirche ausstellt. Der Ölberg, der für gewöhnlich das Osterszenario darstellt, wird während der Advents- und Weihnachtszeit perfekt in eine Weihnachtslandschaft umfunktioniert. Es dauert ca. drei Tage bis die Krippenstadt „Betlehem“ mit ihren vielen Details aufgebaut ist. Jahr für Jahr gibt es eine neue Geschichte, die die Darsteller bzw. Figuren mechanisch spielen. Die weihnachtliche Stadt ist erst dann fertig, wenn die Krippenbauerin diese für perfekt hält. Wir haben unsere Rathausmitarbeiterin geschickt, um sich das Kripperl aus erster Hand zeigen zu lassen. Ein paar Figuren möchten wir Ihnen vorstellen.

 

Auf der linken Seite beginnt die „bäuerliche“ Seite:

 

Hier kümmert sich ein Tierarzt um verwundete Tiere:

Ein Landwirt pflegt seine Tiere:

 

Und ein Milchbauer kümmert sich um die Milch für die Stadt:

Für den täglichen Toilettengang ist ein Plumpsklo errichtet:

In der Mühle wird das Getreide gemahlen:

Die Großstadt auf der rechten Seite wurde selbst per Hand gefertigt. Die Miniatur-Häuser wurden per Hand verputzt, die Dächer selber gedeckt und auch die Ziegelsteine selbst gemauert:

Man findet einen Winzer, der sich um den guten italienischen Wein kümmert. Ulrike hat hier Wasser zu Wein gemacht, indem sie dieses mit Lebensmittelfarbe rot gefärbt hat:

Passend zum Wein gibt es nebenan eine Bäckerei:

Ein Maurer baut bereits an den Häusern für nächstes Jahr:

Der Schuster hat seine Schuhe stehen gelassen:

Kinder spielen am Brunnen:

Die Vögel zwitschern am Vogelhäuschen:

Der Holzhauer hackt das Holz:

Das ihm vorher mit der „Kraxn“ gebracht wurde:

Eine Frau kümmert sich um die Schmutzwäsche:

Da nicht nur unser Herr Pfarrer Wert auf einen auserlesenen Weihrauch legt, wird in der Krippenstadt selber Weihrauch erstellt:

Für die Handwerker gibt es selbstverständlich eine Schmiede:

Die Schafe werden geschoren, um die Wolle zu gewinnen:

Eine Zinnschmiede erstellt Küchenutensilien:

Die Hausfrau transportiert Wäsche in den 1. Stock:

Der Esel bringt Holz für die Krippe:

Eine frisch gebackene Mutter tröstet ihr Baby:

Sie können das Kripperl selbst zum Leben erwecken, indem Sie den Stromschalter aktivieren:

Das alles bedarf der täglichen Pflege. Ulrike schaut jeden Tag nach und füllt Wasser in die Brunnen, tupft Öl an die Mechanik und zupft wieder alles zurecht, falls eifrige Kinder die Schafe oder Krüge verstellt haben.

Aus dem Nähkästchen geplaudert…

Es wurden uns auch private, persönliche Details verraten. Ulrike liebt das Reisen und nimmt aus jedem Meilenstein ein kleines Detail für die Betlehemstadt in Wegscheid mit.

Den Hl. Jakobus hat Ulrike auf ihrer Pilgerreise am Jakobsweg erworben.

Diese Geschichte der italienisch angehauchten Weihnachtsstadt “Betlehem” hält sich jedoch bescheiden im Hintergrund. Schließlich feiern wir an Weihnachten die Geburt des Herrn Jesu Christi, die vom Engel angekündigt war. Dieser Engel stammt aus Südamerika.

Die Heiligen Drei Könige bringen die Geschenke für das Jesuskind. Maria und Josef warten vor der Krippe.

 

Und weil‘s das in Wegscheid schon immer gibt:

Ziert die traditionelle Wegscheider Krippe die Wegscheider Kirche.  Auf die Frage, seit wann es diese gibt, kann uns bis dato leider keiner eine Antwort geben. „Die gibt’s scha immer“. „Die hatten wir auch schon in der alten Kirche“. „Das weiß keiner“. Aber auch wenn wir nicht wissen, wo sie her kommt: „Schä is scha“.

Josef und Maria erwarten schon die Geburt ihres Kindes:

Weil es für sie einfach dazu gehört..

… pflegt Ulrike Kammbach die Wegscheider Brauchtümer und Traditionen vor allem in der Pfarrkirche. Die Kirche ist für die Wegscheiderin nicht nur ein Ort des Gebetes, sondern auch ein Ort des Zusammentreffens. Sie geht gerne in die Pfarrkirche, um nach “ihren” Kripperln zu schauen, nicht zuletzt, weil man oft auf interessierte Bürger*innen und Gäste trifft. Sie hat schon oft Familienväter und -mütter vor der Betlehems-Stadt beobachtet und lauschen dürfen, wie die Väter die selbst installierten Brunnen erklärten oder die Mütter die Kleidungsstücke der Heiligen Drei Könige bewunderten. Sie ist jedes Jahr beeindruckt, wie viel Positives sie über die Kripperl zu hören bekommt und freut sich jedes Mal, wenn sie gefragt wird, ob sie die Krippen eh wieder aufstellen werde.

 

Selbstverständlich…

…gibt es in unserer Marktgemeinde Wegscheid viele bekannte Krippenbauer, die sich auch zum Großteil bei unserer Kripperl-Roaß 2018 beteiligt haben. Es versteckt sich aber auch fast hinter jeder Haustür ein kleines Schmuckstück, das entweder unter dem Christbaum steht, ein eigenes Regal ziert oder im Garten aufgebaut wird. Egal ob es seit Generationen im Familienbesitz ist oder neu erworben bzw. erbaut wurde, jedes Kripperl erzählt nicht nur die Geschichte der Geburt Jesu, die wir an Weihnachten feiern, sondern auch eine individuelle Familiengeschichte, die die einzelnen Familienmitglieder immer wieder gerne erzählen. Der Markt Wegscheid wünscht eine schöne Vorweihnachtszeit und viel Spaß beim Kripperl-Geschichten schreiben  bzw. erzählen.

 

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